Magirus-Sammlung Roleff

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Historisches



 
1864: Die Deutz AG wurde als N. A. Otto & Cie von Eugen Langen und Nicolaus August Otto in der Servasgasse hinter dem Kölner Hauptbahnhof gegründet.
 
1867 Pariser Weltausstellung: Der erste „Otto“-Motor der Deutz AG wird präsentiert, in Folge tritt ein weiterer Geschäftspartner, der Hamburger Geschäftsmann Ludwig August Roosen-Runge in die Deutz AG ein.
 
1868: Beginn der Serienfertigung der Atmosphärischen Gaskraftmaschinen.
 
1869: Namensänderung auf Langen, Otto & Roosen sowie der Umzug nach Köln-Deutz, Gründung des  heutigen Werkes Köln-Deutz.
 
1872: Umbenennung in Gasmotoren-Fabrik Deutz AG (GFD); Mitarbeiter damals u. a. Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach.
 
1876: Beginn der Produktion von Viertaktmotoren bei der GFD.
 
1876 gelingt Otto mit der Vollendung des Viertaktmotors ein bahnbrechender Erfolg:
 
Der geniale Erfinder legt den Grundstein für die heutige mobile Gesellschaft. "Ottos neuer Motor" geht ein Jahr später in Serie und erobert schon bald auch die Märkte in England und Amerika.
1882: Um 10 Jahre Motorenbau-Erfahrung reicher, verlassen Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach die GFD, um ihre eigenen Wege zu gehen:
 
Daimler gründet 1890 die heutige Daimler-Chrysler AG und Maybach 1909 die heutige MTU Friedrichshafen GmbH.
 
1884 erfindet Otto die Niederspannungs-Magnetzündung und macht die Motoren damit mobil:
 
Ohne Zündflamme können auch flüssige Kraftstoffe verwendet werden, die Motoren sind nicht länger von der öffentlichen Gasversorgung abhängig. Robert Bosch gründet auf dieser Erfindung sein Lebenswerk.
 
1892 bis 1970 baute Deutz Lokomotiven
 
1892: Deutz verbaut Ottomotoren in eigene Loks.     
 
1894: Deutz Philadelphia baut den ersten Traktor mit 26 PS.
 
1897: Lizenzbau von stationären Dieselmotoren von MAN.
 
1906 startete der Versuch einer Serienfertigung eines Automobils bei der Deutz AG.
Grundlage war eine Konstruktion von Bugatti. Die großen Vierzylinder-Fahrzeuge sollten im Zweigwerk Berlin gebaut werden. Bis 1909 wurden nur einige wenige Versuchswagen hergestellt. Parallel entstand ein 1,3 Liter Rennwagen für den Italiener Ettore Bugatti. Das bekannteste Modell stellt jedoch der Deutz Prinz Heinrich Typ 9C aus dem Jahr 1909 dar. Insgesamt wurden aber nur einige wenige Personenwagen bis 1913 von Deutz gebaut.
 
1907 entwickelte Deutz die Pfluglokomotive mit einem 40 PS Benzin Motor und vier gleich große Eisenräder, welche alle lenkbar und angetrieben waren. Die Pfluglokomotive verfügte über eine fest verankerte Seilwinde, mit der eine Eigen Bergung möglich war. Allerdings wurde diese Eigenbergung meistens mehr gebraucht als die Pflüge. Daher und mangels Nachfrage ging die Pfluglokomotive nie in Serienfertigung.
 
1907 entwickelte Deutz den Automobilpflug. Angetrieben wurde er von einem 25 PS Benzin Motor und war mit extrem hohem Benzinverbrauch von mehreren hundert Liter pro Arbeitstag problematisch. So baute Deutz von dem Automobilpflug nur einen Prototyp.

1916: Lkw mit 5 Tonnen Nutzlast nach Plänen von Josef Vollmer werden bei der Deutz AG gebaut.
 
1919: Erster „Deutzer Trekker“ mit einem 40 PS Benzol-Motor. Als Basis diente eine schwere Artillerie-Zugmaschine, die im ersten Weltkrieg entwickelt wurde.
 
1921: Interessengemeinschaft mit der Motorenfabrik Oberursel, womit auch Flugzeugmotoren und LKW‑Motoren gebaut wurden. Das Werk Oberursel gehört heute zu Rolls-Royce Deutschland.
 
1921: Der Name änderte sich in Motorenfabrik Deutz AG.
 
1925 entsteht die "Öllokomotivenbau GmbH", an der neben Deutz die Lokomotivfabrik Henschel & Sohn in Kassel und die Maschinenbauanstalt Humboldt in Köln beteiligt waren. Allerdings wurde diese Gesellschaft schon 1928 wieder aufgelöst, im selben Jahr stellte Humboldt den Lokbau ein.
 
1926: beginn der Serienproduktion des MTH, des ersten Dieseltraktors von Deutz. Der MTH war eher noch eine selbstfahrende Antriebsmaschine. Die Produktion des MTH 222 wurde 1930 eingestellt, nachdem ca. 540 Stück gebaut wurden.
 
1929: Serienproduktion des Traktors MTZ, dieser erhielt 1931 die silberne Preismünze auf der DLG-Ausstellung in Hannover.
 
1929 ­­- 1932 27 wassergekühlte PS im MTZ 120
1932 - 1934 30 wassergekühlte PS im MTZ 220
1934 - 1936 36 wassergekühlte PS im MTZ 320
 
1930 Fusion der Motorenfabrik Deutz mit der Maschinenbauanstalt Humboldt AG (Hersteller von Lokomotiven aus Köln-Kalk) und der Motorenfabrik Oberursel AG zur Humboldt-Deutzmotoren AG.
1930 Der Firmenname lautete nun Humboldt-Deutzmotoren AG.
 
1934 selbstragender Motor- und Getriebegehäuse „Stahlschlepper“ aus dem Kölner Werk. F2M315 mit 28 PS. Der Name "Stahlschlepper" kam von dem Getriebegehäuse, welches aus Stahl gefertigt war. Insgesamt wurden bis 1953 etwa 12.000 Stahlschlepper gebaut.
1936 übernahm der Kölner Motorenhersteller Humboldt-Deutz die Fahrzeug- und Feuerwehrgerätefabrik C. D. Magirus AG. Es war eine hervorragende Symbiose:
 
Magirus produzierte seit 1864 Feuerlöschgeräte, seit 1916 Lastkraftwagen und seit 1919 Omnibusse, die C. D. Magirus AG benötigte für seine Nutzfahrzeuge jedoch dringend die seinerzeit von den Kunden verstärkt verlangten Dieselmotoren. Humboldt-Deutz fertigte genau solche Motoren, stellte aber selber keine kompletten Fahrzeuge her. Die Fusion ermöglichte so den Bau von vollständigen Lkw, Bussen und Feuerwehrfahrzeugen. Die beiden Magirus-Werke wurden Teil des Humboldt-Deutz-Konzerns.
 
1938 entstand die Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) durch einen Organvertrag  der Humboldt-Deutz mit den Klöckner-Werken aus Duisburg.
 
1938: Interessengemeinschaft zwischen der Klöckner-Humboldt-Deutz AG und der Isselburger Hütte AG.
 
1939: Übernahme der Isselburger Hütte AG.
 
Während des Zweiten Weltkriegs war ein Großteil der Produktion zwangsläufig für Rüstungsgüter der Wehrmacht reserviert.
 
1944: Für den Antrieb des Kettenfahrzeugs Raupenschlepper Ost (RSO) kam erstmals ein neu entwickelter luftgekühlter Deutz-Dieselmotor zum Einsatz.
 
1944/45: Die traurige Bilanz am Ende des Krieges:
 
Es verbleibt eine Rumpfbelegschaft von gerade einmal 50 Mitarbeitern. Die Kölner Werke sind zu 75% zerstört, die Produktion kommt zum Erliegen.
 
1946: Gründung des Deutz Chors.
 
1949: Serienmäßige Produktion des ersten luftgekühlten Traktors, die Modelle F1L514 und F2L514.
1953 bis 1959: Übernahme der Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken (Westwaggon) in Köln und Mainz.
 
1953 stieg Deutz in den Bau von Raupenschleppern ein, es stellte sich jedoch schnell heraus, das der Bedarf an den Kettenfahrzeugen mehr im Bauwesen als in der Landwirtschaft vorhanden war. Somit wurden diese schon nach kurzer Zeit so umkonstruiert, das sie in beiden Bereichen einsetzbar waren.
 
1955 bis 1960: schrittweise  Verlagerung der Busfertigung von Magirus-Deutz von Ulm ins Westwaggon-Werk nach Mainz-Mombach, dort wurden schon zahlreiche Aufbauten auf Bus-Fahrgestellen von Magirus-Deutz zuvor angefertigt. Der erste in Mainz gebaute Komplettbus war ein O 3500 H.
 
 
1961: Neue Traktorenfabrik in Köln-Kalk.
 
 
1962: Übernahme von 25 % der Aktien der Maschinenfabrik Fahr (1870 gegründet, von 1938 bis 1962 eigene Schlepperfertigung) durch KHD.
 
 
1962: Werk Herschbach startet am 1. April 1962 die Fertigung von Motoren- & Schlepperteilen.
 
 
1964: 100‑jähriger Geburtstag, 32.000 Mitarbeiter, Einführung der EDV.
 
 
1965: Die ersten deutschen Mähdrescher mit hydrostatischem Antrieb werden im Werk Lauingen gebaut und erfolgreich getestet.
 
 
1966 übernimmt die Bedia Maschinenfabrik GmbH in Bonn als Vertretung der KHD die Ersatzteilversorgung und Reparatur von KHD-Grubenlokomotiven.
 
 
1967: Entwicklungswerk Köln-Porz mit 700 Mitarbeitern startet.
 
 
1967: Neues Motorenwerk Ulm startet. Begonnen wurde mit der Produktion des luftgekühlten V-Motors FL312, bevor bereits ein Jahr später die Baureihe FL413 hinzukam, die bis heute erfolgreich im Programm ist.
 
 
1968 Mehrheit der Aktien der FAHR AG Gottmadingen.
 
 
1968: Entstehung der bisher erfolgreichsten Traktoren der Serie 06 von DEUTZ.
 
 
1969: Übernahme der Ersatzteilversorgung für Traktoren der Marke Güldner.
1969: Geburtsstunde der Marke DEUTZ-FAHR.

1969: Mehrheitsbeteiligung an der WEDAG (Westfalia Dinnendahl Gröppel AG). WEDAG war ein im Maschinenbau tätiges Unternehmen mit Sitz in Bochum und Essen, das vorwiegend Erz-, Kohle und Wasseraufbereitungsanlagen produzierte.
Die WEDAG war ein Zusammenschluss der Bochumer Eisenhütte „Westfalia“ sowie der R. W. Dinnendahl AG in Essen und der Maschinenfabrik Fr. Gröppel C. Lührigs Nachf. in Bochum).
1970: Zukauf des Unternehmens Ködel & Böhm, einem Mähdrescherhersteller.
1970er Jahre machten die Lkw und Omnibusse von Magirus-Deutz rund 40 % des Konzernumsatzes aus und waren damit das wichtigste Geschäftsfeld von KHD.

1971: Verlagerung der Mähdrescher-Produktion von Gottmadingen nach Lauingen

1971: Nachdem mit der französischen Chantders de l'Atlantique, St. Nazaire, ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde, Bau des Großmotoren Werk Voerde. Dort erwarb KHD von Pinitsch-Baimag ein Werk, in dem künftig Pielstick-Motoren in Lizenz gebaut werden. Diese Motoren liegen im Leistungsbereich zwischen 2000 und 8000 PS. Bau und Vertrieb der Maschinen sind Hauptinhalt des Kooperationsvertrages mit Chantiers.

1972: Komplette Übernahme und Fusion der WEDAG mit dem Anlagenbau der ehemaligen Maschinenbauanstalt Humboldt unter dem Namen KHD Industrieanlagen.

1977: Vollständige Übernahme der Fahr AG.
1979: KHD Industrieanlagen umbenannt in KHD Humboldt Wedag.

1982 beginnt die Produktion von Traktoren unter dem Markennamen Deutz-Fahr.

1983: 1.500.000er luftgekühlter Motor aus Kölner Produktion.

1984: 4.000.000er Motor seit 1867.

1984: Schliessung der Giesserei Stockach (ehem. Fahr AG)

1985: Übernahme des US-amerikanischen Landmaschinenherstellers Allis-Chalmers. Vertrieb der Traktoren, nun mit Deutz-Motoren, unter dem Markennamen Deutz-Allis.
1985: Übernahme der Motorenwerke Mannheim (MWM) von der Knorr-Bremse AG.
1986: Schließung Großmotorenwerk Voerde und Verlagerung nach MWM.
1987: Verlagerung des Großteils der WEDAG-Aktivitäten von Bochum nach Köln-Kalk.
1987: 1. Auftritt des Deutz Chors in der Kölner Philharmonie.

1988: Produktionsbeginn Baureihe 1011 mit Ölkühlung.

1990: Deutz-Allis wurde in einem Management-Buy-out an die Allis-Gleaner Corporation verkauft.

1991: Startschuss in Köln-Porz für eine Motorenproduktion im Werk Porz

1992: Am 20. November wird der 1.000.000. Traktor hergestellt.  

1993 startete im Werk Ulm der Bau des wassergekühlten Motors 1015.

1993: Am 2. Juni Produktionsaufnahme in Köln-Porz, die neue Motorenfabrik wird offiziell eröffnet.

1995 wurde der damalige KHD-Agrartechnikbereich (L-Bereich) an die italienische SAME DEUTZ-FAHR Group (SDF) verkauft.

1996 stellte sich heraus, dass die Anlagenbausparte KHD Humboldt Wedag Bilanzen verschleierte und damit den kompletten KHD-Konzern in Schieflage gebracht hatte.

1996 endet die Produktion der Schlepper in Köln. Neuer Produktionsstandort wird das Werk Lauingen.
Beschluss der Hauptversammlung vom 10. September 1996:
Namensänderung zur Deutz AG mit Wirkung vom 1. Januar 1997.
1997 Joint-Venture Weifang Weichai DEUTZ Diesel Engine  Co., Ltd.
2001: Deutz verkauft den Industrieanlagenbau und wird zum reinen Motorenhersteller.
·       den Bereich Aluminiumtechnik an Outokumpu (finnisches Werkstoffunternehmen mit Sitz in Espo)
·       die Geschäftsfelder Zement- und Aufbereitungstechnik (KHD Humboldt Wedag AG) an die FAHR Beteiligungen AG
2001: die werkseigene Gießerei in Köln-Deutz wird geschlossen.

2001: Logistikzentrum in Köln-Kalk eröffnet.     

2001: Neu im Programm ist die Baureihe 2011, als Nachfolger der 1011er Serie.
Diese besteht aus 2-, 3-, und 4-Zylinder ölgekühlte Motoren mit und ohne Turboaufladung mit einem Leistungsspektrum von 12 bis 65 kW.

2001: Vorstellung der brandneuen DEUTZ Baureihe 914 als Nachfolger der 912/913 Produktfamilie. Diese Modellreihe besteht aus 3-, 4-, 5- und 6-Zylinder Motoren mit und ohne Turboaufladung und Ladeluftkühlung in den Leistungsklassen von 44 bis 141 kW.

2001: Die DEUTZ AG beschäftigt etwa 6.600 Mitarbeiter.

2004 erwarb man von dem englischen Motorenhersteller Lister Petter UK Ltd. ein Entwicklungszentrum in Dursley mit 27 Mitarbeitern sowie zwei Motoren-Baureihen.

2004 werden die neuen Motoren als Baureihen 2008 und 2009 vorgestellt.

2004: Die Baureihe 1013 wird nun die Bezeichnung TCD 2013 L4 / L6 2V führen.

2004: DEUTZ legt am 18.09.2004 Grundstein für neue Montagehalle in Köln-Porz.
Ab Februar 2006 soll in der neuen Montagehalle 41 der neue Premium-Motor produziert werden, der in Nutzfahrzeugen und im Segment Landtechnik zum Einsatz kommen wird. In dem Montagewerk mit einer Grundfläche von rund 6.500 Quadratmeter rollen in der ersten Stufe 25.000 Motoren pro Jahr vom Band.
2004: Vom Produktionsbeginn bis heute hat DEUTZ 4,8 Millionen luftgekühlte Motoren hergestellt.
2004: 140 jähriges Firmenjubiläum.

2005: Anlauf der Serienproduktion der neuen wassergekühlten Motoren der Baureihen 2008 und 2009 in Köln.

2005: Verkauf des Marine-Servicegeschäfts (Mittel- und Großmotoren) an die Firma Wärtsilä und Deutz; verpflichtete sich, keine neuen Mittel- und Großmotoren im Marinesegment zu bauen.

2005: Die Deutz-Tochtergesellschaft MWM in Mannheim firmiert nun als Deutz Power Systems GmbH und Co KG (DPS).

2006 endet im Werk Köln-Deutz die Montage der Baureihe 912/913/914.

2006: Joint-Venture mit FAW (China) (Beteiligung von 50%) Deutz Dalian Engine Co., Ltd. Neben einer Fertigung der 3- bis 8-Liter Dieselmotoren für den chinesischen Raum erfolgt auch eine Stützfertigung für Kurbelgehäuse, Zylinderköpfe und Nockenwellen für die Montage in Köln.

2006: Insgesamt beschäftigt DEUTZ am Standort Köln-Porz 1.600 der insgesamt rund 3.800 Mitarbeiter.

2007: Seit dem 24.Januar werden die Motoren der Baureihe 912/913/914 im Werk Ulm gefertigt.  Damit wurde das Werk Ulm zum Kompetenzzentrum für luftgekühlte Motoren innerhalb der Deutz AG.

2007: Im März verlegte die Deutz AG ihren Stammsitz von Köln-Deutz zu ihrem größten Produktionsstandort nach Köln-Porz.

2007 wurde auf dem Gelände der DEUTZ AG in Köln-Porz ein eigenes Motorenmuseum, das Technikum, für die historisch einmalige Sammlung eröffnet. Dort sind u.a. noch heute lauffähigen Motoren Nicolaus August Ottos aus den
Jahren 1867 und 1876 zu sehen.

2007: Am 15. September feiert man 40 Jahre Motorenwerk im Werk Ulm. Neben einem neuen Logistikzentrum wurden eine neue Lackieranlage gebaut und Motorenprüfstände modernisiert, sowie rund 100 Mitarbeiter neu eingestellt.

2007 verkaufte das Unternehmen die Deutz Power Systems (ehemals Motorenwerke Mannheim) an die 3i Group.

2008 beginnt die DEUTZ AG mit der Produktion von Xchange-Motoren am neuen Standort Pendergrass in Georgia, USA.
2010: Eröffnung des Sequenzcenter1 mit 12.000 Quadratmetern in der Nähe des Werkes Köln-Porz.

2010: 2.000.000ter Motor aus Köln-Porzer Fertigung.

2010: 500.000ter Motor aus Ulmer Fertigung.

2010: 3.839 Mitarbeiter, davon 2.419 Mitarbeiter am Standort Köln und 429 Mitarbeiter am Standort Ulm.
2011: neu entwickelte kleinere Motoren TCD2.9L4 und TCD3.6L4 werden vorgestellt.

2011: Die prägnanten und selbst erklärenden Motorenbezeichnungen enthalten alle für den Kunden wesentlichen Produktinformationen:
Die ersten drei Buchstaben weisen auf Spezifika, wie Turboaufladung, Ladeluftkühlung und Kraftstoffart hin. Daran schließt sich die Angabe des Hubraums in Liter sowie die Zylinderanordnung und Zylinderzahl an. Bereits in Produktion befindliche Motoren für die aktuellen und davor liegenden Abgasstufen behalten Ihre bisherigen Bezeichnungen.
2012: Gründung der DEUTZ Engine (Shandong) Co., Ltd. (Beteiligung von 70%) im chinesischen Linyi. Hier werden Dieselmotoren <4 Liter produziert, die für den Einsatz in Industrie-, Baumaschinen- und Landwirtschaftsanwendungen ausgelegt sind.
2012 AB Volvo wird mit einer Beteiligung von knapp über 25% größter Anteilseigner                                                                                                  .
2012: DEUTZ eröffnet am 27. September ein neues Service Center in Spanien. Auf einer Fläche von fast 4000 Quadratmetern bietet das DEUTZ Service Center Madrid (SCM) ein Motor-Kompetenzzentrum, das optimalen Kundenservice bietet.
Die DEUTZ AG ist in Spanien mit der Tochtergesellschaft Deutz Díter (Vertrieb in Madrid und Komponentenwerk in Zafra) vertreten.
2013: Gründung einer Produktionsgesellschaft DEUTZ Engine (China) Co., Ltd. (Beteiligung von 65%) mit Sitz in Linyi (China) für mittelschwere Motoren mit der AB Volvo Gruppe. Ab Ende 2015 soll die Gesellschaft 4- bis 8-Liter-Dieselmotoren montieren, insbesondere für Mobile Arbeitsmaschinen im asiatischen Markt.
2013: Mit Wirkung zum 1. April verkauf der Rohrfertigung am Standort Köln-Deutz an die T.ERRE Deutschland GmbH. Für die 88 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde eine Weiterbeschäftigung entweder bei T.ERRE oder in anderen Betriebsteilen der DEUTZ AG in Köln sichergestellt.
2013: Motorenanläufe der neuen Baureihen 2.9 und 3,6.
2013: Werk Ulm: Einführung der Baureihen 12.0 und 16.0 in der Emissionsstufe Tier4, sowie Produktion des Gasmotors TCG 2015 und des Marinemotors 2015.
2013: Werk Zafra, Spanien:  Kompetenzzentrum für die Bearbeitung von Zylinderköpfen, Pleuelstangen und Zahnrädern innerhalb des DEUTZ-Konzerns.
2014: Beschluss, das DEUTZ Xchange-Werke (Austauschmotorenwerk) Übersee zu schließen und die Austauschmotoren- Fertigung in das Werk Ulm zu integrieren.
2014: 150Jahre Deutz AG .
2014: 3.952 Mitarbeiter, davon 2.422 Mitarbeiter am Standort Köln und 387 Mitarbeiter am Standort Ulm.

2014: Bereits heute erfüllen mit einem Dieselpartikelfilter ausgestatteten TCD-Motoren im Bereich 2,9 bis 7,8 Liter Hubraum die für 2019 avisierte nächste Emissionsstufe EU Stufe V.
2015: Am 20. März feierte die DEUTZ AG ihr 115-jähriges Börsenjubiläum an der Frankfurter Wertpapierbörse.
2015: Das gemeinsam mit AB Volvo geplante Joint Venture DEUTZ Engine China wird nicht fortgeführt.
2015: Verkauf der Anteile an dem gemeinsamen Joint Venture WEIFANG WEICHAI-DEUTZ DIESEL ENGINE CO., LTD. in Weifang (China).
2015: Am 6. Juli Grundsteinlegung für das neue „DEUTZ Wellenzentrum“ am Standort Köln-Porz. Nach Produktionsanlauf des neuen Wellenzentrums soll das Werk Köln-Deutz endgültig aufgegeben werden.

2015: Zur Jahresmitte 2015 lief der neunmillionste Motor vom Band.
 
Aktuelle DEUTZ Motoren mit Dieselpartikelfilter (DPF) reduzieren den Partikelmassenausstoß um mehr als 99 Prozent. Alle DEUTZ TCD Motoren von 2,9 bis 7,8 Liter Hubraum mit DPF erfüllen damit bereits heute die ab 2019 erwartete nächste Emissionsstufe in Europa für mobile Maschinen und Geräte (EU Stufe V).
 
26. Januar 2016, vor genau 125 Jahren, starb Nicolaus August Otto, der Erfinder des Verbrennungsmotors und Gründer der heutigen DEUTZ AG, am 26. Januar 1891.
 
Nicolaus August Otto, der Erfinder, gelernter Kaufmann aus Holzhausen an der Haide, erkannte früh die Zukunftsfähigkeit motorgetriebener Antriebe. Daher gründete er gemeinsam mit dem Kölner Unternehmersohn Eugen Langen im Jahr 1864 die N.A. Otto & Cie., die erste Motorenfabrik der Welt. Im Jahr 1867 stellten Otto und Langen auf der Weltausstellung in Paris die erste atmosphärische Gaskraftmaschine vor, den Motor Nummer 1.
 
11. bis 17. April 2016 stellte DEUTZ auf der Bauma in München – der weltgrößten Fachmesse für Baumaschinen – seine neuesten Motorenentwicklungen vor.
 
Erstmals wird ein neuentwickelter TCD 2.2 Diesel- und Gasmotor sowie den bewährten TCD 2.9 als Gasvariante präsentiert. Der TCD 2.2 wird mit bis 55 kW Leistung eine Dreizylinder-Variante des erfolgreichen TCD 2.9 Vierzylinders darstellen. Das Besondere: Der Motor ging sowohl in einer Diesel- als auch in einer Flüssiggasversion (LPG mit 42 kW) an den Start. Die neuen Gasvarianten wurden G 2.2 und G 2.9 genannt. Für die Deutz sind Gasmotoren dabei kein Neuland, sondern folgen dem ersten DEUTZ Motor, der atmosphärischen Gaskraftmaschine aus dem Jahr 1867. Auch der 1876 von Firmengründer Nicolaus August Otto entwickelte weltweit erste Viertaktmotor – der Ottomotor – wurde mit Gas betrieben. Im Laufe der Unternehmensgeschichte folgten immer wieder gasbetriebene Motoren. Außerdem zeigt Deutz seine bekannte „Stage V ready“ TCD Produktpalette, bestehend aus den Vierzylinder-Modellen TCD 2.9, 3.6 und 4.1 sowie den Sechszylindern TCD 6.1 und 7.8. Darüber hinaus war der äußerst erfolgreiche TCD 3.6 als Powerpack, das Motor, Kühlsystem und Abgasnachbehandlung umfasst, auf der Bauma zu sehen.

2016 Am 16.Juni ist beim Kölner Motorenhersteller DEUTZ in Köln-Porz heute der dreimillionste Motor vom Band gelaufen.
Vor wenigen Wochen hat DEUTZ in einem neuen Wellenzentrum in Köln-Porz zusätzlich die Nocken- und Kurbelwellenfertigung aufgenommen und damit einen wichtigen Meilenstein in der Konsolidierung seiner deutschen Standorte erreicht.

2017: Am 06.April geht das Kompetenzzentrum für Rotationsteile (Kurbelwellen- und Nockenwellenfertigung) im Werk Köln-Porz offiziell in Betrieb.

2017: Am 03.Mai veräußert die DEUTZ AG ihren Standort Köln-Deutz.
Die DEUTZ AG hat heute die Grundstücke ihres bisherigen Standorts Köln-Deutz an den Düsseldorfer Projektentwickler GERCHGROUP veräußert. Der bisherige Standort Köln-Deutz mit einem Areal von rund 160.000 qm wird nach der erfolgten Verlagerung dieses Standorts nach Köln-Porz nicht mehr benötigt. Die GERCHGROUP beabsichtigt, die bisherige Industriefläche in den kommenden Jahren in ein urbanes Stadtquartier mit hohem Wohnanteil in Nähe des Rheins zu konvertieren.

2017: Am 07.September erhält DEUTZ als erster Motorenhersteller weltweit ein Zertifikat für die ab 2019 geltende Emissionsrichtlinie EU Stufe V für mobile Arbeitsmaschinen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zertifizierte am 6. September den DEUTZ TTCD 6.1 offiziell für die Stufe V. Der Motor erfüllt die Anforderungen der EU Stufe V mit DVERT® Selektiver Katalysator Reduktion (SCR) und Partikelfilter (DPF). Nur wenige Tage später am 12. September folgen die Baureihen TCD 3.6 und TCD 4.1. Nun folgten mit den Industrie- und Agrivarianten der populären Baureihe TCD 6.1 im Leistungsbereich 56-130 kW und >130 kW die nächsten erwarteten Zertifizierungen. Damit ist nun die komplette DEUTZ Baureihe TCD 6.1 erfolgreich für die kommende Abgasstufe zertifiziert.

2017: Am 27.September hat die DEUTZ AG die Torqeedo GmbH (München) übernommen. Das derzeit auf fünf Kontinenten in über 50 Ländern aktive Unternehmen besitzt signifikante Kompetenz in Komponenten, Software und Systemintegration für Elektroantriebe. Torqeedo ist Weltmarktführer und Systemlösungsspezialist für integrierte elektrische sowie hybride Bootsantriebe.Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG: „Der Startschuss für unsere E-DEUTZ Strategie, bei der Torqeedo als Katalysator fungieren wird.“ Ziele dabei sind Emissions- und CO2-Reduktion. „Downsizing“ von Verbrennungsmotoren und damit verbunden einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Betriebskosten. DEUTZ plant, erste Produkte aus der E-DEUTZ Strategie in rund zwei Jahren im Markt einzuführen.

2017: Am 05.Oktober erwirbt die Deutz AG den italienischen Vertriebs- und Servicepartner IML Motori.

Das zertifizierte Motorenprogramm wird DEUTZ vom 12. bis 18. November 2017 auf der Agritechnica in Hannover erstmals weltweit unter dem neuen Siegel „Stage V certified“ präsentieren.
                                                                                                           
Die Deutz AG gliedert sich heute inkl. Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Vertrieb und Service für wasser-, öl- und luftgekühlten Dieselmotoren in zwei Segmente:
  • Deutz Compact Engines – flüssigkeitsgekühlte Motoren kleiner 4 Liter Hubraum und mit 4 bis 8 Liter Hubraum
  • Deutz Customised Solutions – luftgekühlte Motoren sowie große flüssigkeitsgekühlte Motoren mit mehr als 8 Liter Hubraum

Folgende Geschäftsbereiche gab es neben der Motorenfertigung:

·       Lokomotiven (1892–1970)
·       Nutzfahrzeuge (1936–1980) Magirus
·       Raupenschlepper (1950-1970)
·       Landmaschinen (1907–1995) Deutz Fahr
·       Anlagenbau (1930–2001) Humboldt Wedag
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